Eric Clapton
Als Eric Clapton 1970 seine Solokarriere startete, war
er bereits einer der berühmtesten Rockstars der Welt. Spielte er Clapton wurde am 30. März 1945 als Eric Patrick Clapp in Ripley (England) geboren und wird seinen Grosseltern wohl immer dankbar sein. Denn diese waren es, die ihm seine erste Gitarre schenkten, auf der er bereits mit 14 seine grossen Idole des Blues Note für Note nachspielte. Bald schon gründete er seine erste Band "The Roosters" und erhielt wegen seinem bluesigen Gitarrenspiel den Übernamen "Slowhand". Von da an wurde jede Band, der Clapton beitrat und meistens auch führte, weltweiter Erfolg beschert. Während seiner Zeit mit John Mayall verdiente er sich seinen zweiten Übernamen: "God". Selten gab es in der Rockgeschichte eine derart kometenhafte Karriere. Den einzigen Weg, den Clapton zu diesem Zeitpunkt noch gehen konnte, war der als Solokünstler und so beschloss er 1970 aus seiner Band Cream auszutreten und veröffentlichte sein Debutalbum. |
Der schnelle Ruhm wurde Clapton jedoch zum Verhängnis. Anfangs der 70er
versank er im Drogensumpf und verkaufte viele seiner geliebten Gitarren.
Erst als Pete Townshend von The Who im Januar 1973 das legendäre
"Eric Clapton At The Rainbow"-Konzert veranstaltete, überwand
Clapton seine Sucht und konnte sich wieder auf seine Musik-Karriere
konzentrieren. Von da an ging es für ihn nur noch steil bergauf. 1974
bescherte ihm die Coverversion von Bob Marleys "I Shot The
Sheriff" den ersten Nummer Eins-Hit in den USA. In den folgenden
Jahren bewegte er sich immer weiter weg vom virtuosen Gitarrenheld und
etablierte sich als Rockstar mit einer Schwäche für Balladen, mit denen
er aber ganze Stadien füllen konnte. Hits wie "Lay Down Sally",
"Wonderful Tonight" und "Promises" sind Beispiele
genug. Aber auch kontroverse Klassiker wie "Cocaine"
(geschrieben von J.J. Cale) trugen zu seinem Weltruhm bei.In den frühen 80ern stagnierte Claptons Karriere leicht. Die Alben "Money And Cigarettes", "Behind the Sun" und "August" waren nicht die Erfolge, wie er sie in den 70ern feiern konnte. Erst 1988, mit der LP "Crossroads", fand er zurück zu seiner Bestform und erinnerte seine zahlreichen Fans rund um die Welt daran, zu welchen Leistungen er fähig ist. Am 20. März 1991 traf Clapton ein schwerer Schicksalschlag: Sein 4jähriger Sohn verunglückte tödlich. Trotz seiner Trauer veröffentlichte Clapton den Livemittschnitt "24 Nights" und komponierte den Soundtrack zum Film "Rush", dem er auch einen speziell für seinen Sohn geschriebenen Song beisteurte. "Tears in Heaven" wurde sogleich einer der grössten Hits seiner Karriere. Sein bestverkauftes Album jedoch wurde die akustische Session, die er 1992 für "MTV Unplugged" aufnahm. Allein in Amerika gingen davon mehr als 10 Millionen Exemplare über den Ladentisch. Dass man Eric Clapton einmal unbedingt live miterlebt haben muss, beweisen seine unzähligen Live-Albums. Die Magie, die von seinen schlicht gehaltenen Konzerten ausgeht, ist sogar auf Tonträger fühlbar. Doch um das Phänomen Eric Clapton restlos zu erfassen, kommt man nicht drum herum, ihn dort zu sehen, wo er sich selbst am wohlsten fühlt: Auf der Bühne vor einem grossen Publikum. |